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Zahlreiche Helfer stemmen beim Freiwilligentag in Büdingen zehn Projekte.

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Bild: Kurt Stoppel (3. von links) und Helfer aus verschiedenen Ländern kümmerten sich um zwei Spielplätze. Fotos: Eichenauer

 

BÜDINGEN - "Der Freiwilligentag stärkt die Gemeinschaft ungemein. Außerdem kommen Leute zusammen, die sich sonst wahrscheinlich gar nicht treffen würden, um gemeinsam etwas zu tun. Das gemeinsame Arbeiten für eine gute Sache macht zudem großen Spaß", freut sich Corinna Fuchs, stellvertretende Vorsitzende der Ehrenamtsagentur "Aktiv in Büdingen", die am Samstag gemeinsam mit der Stadt Büdingen den fünften Büdinger Freiwilligentag veranstaltete.

Fuchs ist Koordinatorin der Projekte. Seit mehreren Jahren treffen sich am letzten Samstag im September ehrenamtliche freiwillige Helfer, Gruppen und Vereine für diesen "Tag für eine gute Sache". Dieses Jahr wurden zehn Projekte angegangen. Zum Ende des anstrengenden wie auch erfolgreichen Tags trafen sich alle zum Abschlussfest im Oberhof, um sich auszutauschen und zu stärken. Dort dankte Corinna Fuchs allen Helfern für ihren Einsatz. Auch für das Frühstück war durch die Ehrenamtsagentur und Büdinger Sponsoren wie die Bäckerei Brotzeit, die Metzgereien Frühling und Jöckel und Feinkost Kayatuz gesorgt worden. Die Koordinatorin und Dieter Egner belegten Brötchen, Schriftführerin Andrea Rollmann brachte sie zu den einzelnen Projekten.

Mitglieder der AWO verschönerten gemeinsam mit Geflüchteten die Gartenanlage am AWO-Gebäude, Eltern und Kinder des Waldkindergartens "Die Frischlinge" und einige Helfer der Ahmadiyya-Gemeinde legten auf dem dortigen Gelände Hand an. Die Helfer der katholischen Kirchengemeinde St. Bonifatius putzten die Fenster des Hauses Walburga und jäteten Unkraut um Kirche und Haus.

 Die Erste Stadträtin Henrike Strauch und die Stadträte Sylvia Klein, Edgar Stürz und Tim Strehm wienerten in Büdingen die Stolpersteine, die an in der NS-Zeit ermordete jüdische Mitbürger erinnern, Willi Schierhorn und Reinhold Dießl hatten diesen Part in Düdelsheim und Eckartshausen übernommen.

 

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Bild: Die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs fertigte jede Menge Herzkissen und stopfte viele gute Wünsche für die Patientinnen hinein.

 

Mitglieder der Büdinger Kernstadt-SPD legte im Max-Halberstadt-Park vor der Stadtschule ein Blumenbeet an, Freiwillige aus den Reihen der FWG Büdingen beseitigten Wildwuchs und Unkraut am Wilden Stein und entsorgten Müll. Ihnen hatte sich Stadtverordnetenvorsteher Reiner Marhenke angeschlossen. In Düdelsheim reinigten Mitglieder der Büdinger CDU und der Jungen Union das Geotop "Entgasungsröhren" im Wald, das der Büdinger Ehrenbürger Lothar Keil vor einigen Jahren bekannt gemacht hatte.

Mit Hundehaltern, Tierpsychologin Sabine Mauerhoff und Hund Bhoro zog Ortsvorsteherin Sabine Kraft-Marhenke durch die Stadt, um "Hinterlassenschaften" der Vierbeiner, die nicht von deren Herrchen entsorgt wurden, und Müll einzusammeln. "Es sind deutlich weniger Hundehaufen als vergangenes Jahr, mittlerweile ist es mehr Müll, der einfach weggeworfen wird", ist Mauerhoff aufgefallen. Die Spielplätze im Hirschgraben und am Dohlberg hatten sich Kurt Stoppel, einer der drei "Macher" des Netzwerks "Neue Nachbarn" der Ehrenamtsagentur, und eine Gruppe neuer Mitbürger aus unterschiedlichen Ländern und der Ahmadiyya-Gemeinde vorgenommen.

"Kinder sollen unbeschwert spielen können, ohne über Müll zu stolpern oder sich an herumliegenden Dingen zu verletzen". Sie entfernten Wildwuchs an Rosen und Hecken, ebneten die Flächen, beseitigen Unrat, brachten die Sandplätze in Ordnung.

Die Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs ist von Beginn an beim Freiwilligentag dabei. Die Frauen nähen Herzkissen, die Patientinnen nach einer Brustkrebsoperation helfen und trösten sollen. Durch ihre Form helfen die Kissen, Druck und Wundschmerz zu lindern. Auch am Samstag surrten wieder die Nähmaschinen im Pferdestall des Oberhofs. Dort waren rund 25 Frauen zu Gange. Initiatorin ist Alexandra Prues. Eine Gruppe schnitt zu, eine Gruppe nähte, andere Frauen stopften die Kissen und weitere Helferinnen nähten sie zu. Nun werden sie an die Patientinnen der onkologischen Abteilungen der umliegenden Krankenhäuser verteilt. "Die Herzkissen sind auch Trost. Da sind auch ganz viele gute Wünsche rein gestopft und geben den Frauen das Gefühl, dass andere an sie denken", sagte Renate Schroth, die in dieser Gruppe geholfen hatte.

 

Quelle: Kreisanzeiger

Von Journalistin Eichenhauer